Presseecho

Sprache lernen und Job als wichtigste Basis für die Zukunft

 

Während aktuell weiterhin die nicht abreißenden Flüchtlingsströme und die Erst-Unterbringung der Zufluchtsuchenden die Schlagzeilen beherrschen, sind inzwischen bereits anerkannte Asylberechtigte bestrebt, ihrem durch Krieg und Flucht aus dem Lot geratenen Leben wieder eine Richtung zu geben und dadurch Schritt für Schritt neue Perspektiven zu eröffnen. So wie Zahed Alabed. Nach einer erfolgreichen Versuchsphase arbeitet der Syrer mittlerweile seit 1. Oktober fest auf 450 Euro-Basis bei Weinberg-Chef Andreas Jobst, pellt Kartoffeln, schnippelt Gemüse und ist zur Stelle, wenn eine helfende Hand benötigt wird. ...

> Zum vollständigen Artikel im Kronberger Boten vom 17.12.2015

TAUNUS À LA CARTE

Hessenessen mit Pfiff

 

von ALEXANDER SCHNEIDER

Tradition braucht Herkunft. Wie wahr: Rustikale Bänke, derbe Tische, dunkel vertäfelte Wände, alte Fotos - trotz der gedeckte Farbe kommt im "Gasthaus zum Weinberg" keine Düsternis auf. Man fühlt sich in der Gaststube sofort wohl.

Mit der Speisekarte von Patron Andreas Jobst ist man schnell durch: Nichts Überkandideltes, keine Nouvelle Cuisine, obwohl Jobst im noblen Steigenberger Frankfurter Hof sein Handwerk erlernt und bei renommierten Speiseveredlern mit Leidenschaft gearbeitet hat. Seine Küche ist bodenständig: Essen für Hessen. Gäste, die sich aufs Abenteuer Hessenessen einlassen, erkennen rasch, dass es nicht nur aus Rippchen mit Kraut besteht. Satt wird man allemal, denn Jobst ist selbst auch kein Kostverächter. "Rippsche, Kraut un' Brei" oder "Kadoffelpannekuche mit Äbbelbrei" kommen zwar auch auf den Tisch, aber mit Pfiff: Die Sauerkrautsuppe mit Speck, zum Niederknien. Jobst kocht auch international ("Esse von woanners her"). Gut 50 Gäste finden Platz - 32 im Hauptrestaurant, weitere 20 in der "Gut Stubb". Die Speisekarte ist ein Wörterbuch "Deutsch-Hessisch". Momentan ist wieder "Schbaschel" angesagt, mit "neue Kadoffel". Teuerstes Gericht: Rumpsteak, Bratkartoffeln, Salat für 18,50 Euro. Dass neben meist deutschem Wein auch Apfelwein ausgeschenkt wird, versteht sich von selbst.

Unter dem Wappen steht stolz: "Ehemals Haase Anni". Der Geist der Kronberger Kultwirtin weht eben noch aus allen Ritzen. Und deshalb kommen auch die Kronberger gerne "zu de Haase Anni". Immer noch.

© Frankfurter Neue Presse, 3.5.2012

Taunus à la carte: Hessenessen mit Pfiff
aus: Frankfurter Neue Presse vom 3. Mai 2012
2012 05 03 FNP_Taunus a la carte_Hessene[...]
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GESCHMACKSSACHE

Einfach schön

 

von HEINKE KILIAN

In der Kronberger Altstadt ist ein Lokal wiedereröffnet worden, das Abend für Abend gut besucht ist. Einer der Gründe: Der Gastraum erinnert unübersehbar an alte Zeiten, und das auf eine Art und Weise - die Qualitätsempfinden zeigt und Liebe zum Detail. Zwar gibt es das Haus "Zum Weinberg" schon seit 1904, aber jetzt erst sind Fußboden, Wände und Decke so geschickt aufgefrischt oder erneuert worden, dass aus der ehemals einfachen Kneipe eine sehr gemütliche Weinstube geworden ist. Das liegt zum einen an den mannshohen, sattbraunen Holzwänden, aber auch an den Fotos und Bildern, die an eine Zeit erinnern, in der Kronberg noch nicht so einfach mit dem Auto zu erreichen war. Ergänzt wird das Ganze durch eine rötlich braune Decke, die geschickt alle im Raum vorhandenen Farben bündelt. Hinzu kommt ein kulinarisches Konzept, zu dem neben der typischen Apfelweinküche auch Deftiges aus anderen Regionen gehört.

Andreas Jobst, der Pächter aus dem benachbarten Hofheim, hat sein Handwerk im Steigenberger Hotel Frankfurter Hof in Frankfurt gelernt und auch einmal auf den Bermudas gekocht. Was seine Speisekarte heute bereithält, klingt aber absolut deutsch, um nicht zu sagen hessisch. Dass eher Derbes dann mit feinen Nuancen auf die Teller kommt, verrät den in guten Häusern geschulten Koch. Beweis dafür ist die feine Sauerkrautsuppe mit Rahm und das kräftige Hirschgulasch mit seiner tiefen und samtigen Soße und dem gut gewürzten Rotkraut. Das Angebot im "Weinberg" ist klein und einfach, teuerstes Gericht ist das Rumpsteak mit Bratkartoffeln und geschmorten Zwiebeln, an dem bloß zu bemängeln ist, dass an manchen Tagen die Bratkartoffeln zwar ursprünglich bestimmt schön kross, aber auf dem Teller dann doch zu weich sind - weil die Zwiebeln ihnen viel zu nahe gekommen sind (17,50 Euro). Perfekt wiederum war ein Apfelstrudel mit Vanilleeis und Sahne - eine Erinnerung an Großmutters Küche, in der mit Butter noch nicht gegeizt wurde. Zu trinken gibt es Bier und Apfelwein vom Fass und ein paar Gutsweine aus Baden und der Pfalz.

Der Service ist freundlich und fast familär, immer aufmerksam und um alle Gäste in den zwei Gasträumen bemüht. Insgesamt ist es begrüßenswert, dass mit dem Lokal "Zum Weinberg" eine Einrichtung neu belebt wurde, die in Kronberg Geschichte geschrieben hat. Denn Anni Haas, die Großmutter des jetzigen Besitzers, galt als Original. Nicht nur, dass sie die geheimen Treffen der örtlichen KPD in ihren Räumen tolerierte und schützte, sondern auch der Ortsverein der Kornberger SPD gründete sich nach 1945 hier neu, und nicht zuletzt wurde vor einiger Zeit an gleicher Stelle mit Hilfe eines Vereins die traditionsreiche "Thäler Kerb" wieder ins Leben gerufen.

© Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 12.2.2012

Geschmackssache: Einfach schön
aus: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 2. Februar 2012
2012 02 12 FAS Geschmackssache Einfach s[...]
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Zum Weinberg
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61476 Kronberg im Taunus

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